
Unterstützer:innen
Berliner Philharmoniker, Anna Blässe, Axel Brüggemann, Max Eberl, Mala Emde, Dieter Hecking, 1. FC Nürnberg, Festspielhaus und Festspiele Baden-Baden, Ulrike Groos, David Hasert, Internationales Musikfestival Heidelberger Frühling, Konzerthaus Dortmund, Wilhelm Krull, Uwe Lyko alias Herbert Knebel, Kathrin Mädler, Micki Meuser, Katrin Müller-Hohenstein, Petra Olschowski, Peter Raue, Marcel Reif, Hans Sarpei, Elisabeth Schweeger, Charlotte Seither, Sonia Simmenauer, Steven Sloane, Yann Sommer, Benedikt Stampa, Enrico Valentini, Inga Humpe und Tommi Eckart (2RAUMWOHNUNG)

Max Eberl
»Kultur verbindet uns alle, über Grenzen und Unterschiede hinweg. Unvergessliche Emotionen in Gemeinschaft bereichern unser aller Leben, ob im Stadion, im Musikclub oder im Theater.«

Ulrike Groos
»Jedes Mal, wenn ich höre: »Das soll Kunst sein?!« fühle ich mich bestätigt: Kunst ist wichtig, denn sie regt an oder auf, bringt Menschen zusammen, eröffnet Diskursräume und hallt nach – Kunst lässt niemanden unbeteiligt.«

Uwe Lyko alias Herbert Knebel
»Kultur kann berühren, kann zum Lachen bringen, kann zum Weinen bringen, kann ein positives Lebensgefühl vermitteln. Kultur kann Brücken schlagen, Kultur kann vereinen, Kultur bietet Raum für kritische Auseinandersetzungen. Kultur bedeutet Freiheit – Kultur bedeutet Leben.«
Foto: © Peter Wieler

Kathrin Mädler
»In der kulturleeren momentanen Welt sehen wir uns einer Spaltung gegenüber, einem nie da gewesenen Riss, einer Zäsur in Narrativen, Gewissheiten, gesellschaftlichen Verabredungen. Wir sehen Menschen entgleiten und Fronten verhärten, wir sehen Sprache verrohen und Abgrenzung zum Alltäglichen werden. Eine Krise, die uns als Menschen und Gesellschaft auf eine Probe stellt, die Transformationsprozesse beschleunigt und radikalisiert. Was wird mehr gebraucht als die Kultur, um wieder Verbindlichkeiten zu schaffen, das Zarte wieder hervorzukehren, dem Differenzierten Raum zu geben, das Funktionale für einen Moment aufzuheben im Irrationalen, Magischen, Verrückten. Wer könnte besser Lesarten und Spielarten finden, für das, was kommen könnte und sollte. Unsere Kulturorte und die gemeinsame kulturelle Praxis sind Räume für Erinnerung und Gestaltung, für den Schmerz und für die Vision: Sie werden von zentraler Bedeutung sein, wenn wir uns darüber verständigen, wer wir als Gesellschaft weiter sein wollen über den Riss hinweg. Was uns ausmacht als Menschen und als politische Wesen.«

Tuğsal Moğul
»Wenn ich in Istanbul, in der Heimatstadt meiner Eltern, gefragt werde, was mir denn an meinem alltäglichen Leben in Deutschland besonders gut gefällt, dann fällt mir die Antwort nicht schwer. Dann brauche ich keine weitere Sekunde folgende Sätze auszusprechen: Die einzigartige, nirgendwo sonst auf der Welt bestehende Wertschätzung der Schauspielkunst. Ich kenne kein zweites Land, außer vielleicht Österreich und die Schweiz, wo fast in jeder Stadt ein Staats- oder Stadttheater beheimatet ist. Über 300 Häuser mit oder ohne Ensemble, meistens mit, in denen u.a. Klassiker, zeitgenössische Theaterstücke, Experimente, dokumentarische Recherchearbeiten auf den Bühnen gezeigt werden. In einem deutschsprachigen Theater darf ein Scheitern dazugehören, der ökonomische, kommerzielle Aspekt zweitrangig sein und die Schauspielkunst sich im besten Fall austoben. Das ist so ein Schatz, den wir niemals weggeben dürfen. Das soll uns jemand mal nachmachen!«

Katrin Müller-Hohenstein
»Kultur ist Training für Geist und Seele. Musik, Theater, Kino machen mein Leben erst richtig rund und bunt.«
Foto: © Conny Stein

Sonia Simmenauer
»Bildung und Kultur bedingen sich gegenseitig, darum betrifft es jeden Einzelnen, wie mit Kultur umgegangen wird.«
Foto: © Lennart Rühle

Dr. Raphael von Hoensbroech
»Mit Systemrelevanz bekommen wir nicht eine zusätzliche Besucher:in ins Konzert oder ins Theater. Die Attraktivität von Kultur besteht in ihrem unmittelbaren Erleben, das Menschen berührt, bewegt und bereichert. Das ist die Story, die wir erzählen müssen.«

Peter Raue
»Das (hoffentlich endgültige) Ende der Pandemie hat eine PR-Kampagne für „Kultur in Deutschland“ nicht überflüssig, sondern offensichtlich besonders dringlich werden lassen. Nachdem Kulturveranstaltungen aller Art politisch auf eine Stufe mit Freizeitvergnügen gestellt und damit als ziemlich überflüssige Lebenslust abgestempelt wurden („Kultur zuletzt!“), spukt immer noch in vielen (politischen) Köpfen das Gefühl, es geht auch ohne Kultur, gesonderte Anstrengungen, sie vor Schließungen, Verboten zu bewahren, seien überflüssig. Der fast zwei Jahre währende Verzicht auf Theater, Oper, Konzerte, Museen hat die Gräben, die zwischen Kulturschaffenden und denen, die die Kultur erleben wollen, vertieft. Jugendlichen, die fast zwei Jahre im home schooling nicht gemeinsam singen, spielen, lesen, theaterspielen konnten, muss jetzt umso dringlicher der Weg in die Kultur geebnet werden. Öffentliche Hände und private Initiativen müssen ineinandergreifen, Raum schaffen für Begegnungen mit dem kulturellen Leben. Es reicht nicht, dass das Grundgesetz in Artikel 5 die Freiheit der Kunst garantiert: Wir alle sind aufgerufen, die Voraussetzungen zu schaffen, kulturelles Leben mitzugestalten, zu genießen und zu verwirklichen. Deshalb unterstütze ich die Aktion aller Aktivisten und damit die Kulturkampagne „Initiative-Kultur-Deutschland“!«

Marcel Reif
»Fußball ist ein großartiges Erlebnis, überhaupt keine Frage. Aber auch Kunst begeistert mich. So wie wir sprechen, spielen, streiten, feiern, all das ist Kommunikation, all das ist Gemeinschaft. Und das ergibt im guten Miteinander die Kultur.«
Foto: © Raimond Spekking

Heidelberger Frühling
»Kulturelles Erleben und kulturelles Gestalten ist gelebte Gemeinschaft. Das ist der Boden auf dem eine gesunde Gesellschaft gedeihen kann. Denn hier haben die Menschen die Gelegenheit, jenseits des Alltags Kreativität auszuleben, etwas gemeinsam zu schaffen. Deswegen müssen wir deutlich machen, dass die Kulturbranche keine Schönwetterveranstaltungen bereitstellt, sondern einen Teil der Basis unserer Gesellschaft bildet.«
Foto: © Nikolaj Lund

Prof. Dr. Elisabeth Schweeger
»Kultur und Kunst sind Nahrung für den Menschen und wesentlich für eine sich zivil denkende Gesellschaft. Sie ermöglichen, Differenzen und Anderssein zu erkennen, zu schätzen und zu respektieren. Sie können durch Visionen und kritische Reflexion der Humus für die Zukunft sein.«
Foto: © die arge lola

Steven Sloane
»Wie viel Hass, Rassismus, Antisemitismus hätten wir wohl, über das ohnehin unerträgliche Maß hinaus, wenn es keine Musik und Kunst gäbe, kein Miteinander und keine Verständigung, kurz: keine Kultur. Ich hoffe immer noch: Kultur gibt uns eine Zukunft in Gemeinsamkeit.«

Yann Sommer
»Den entscheidenden Elfmeter halten, das ist ein ganz unbeschreiblicher Augenblick. Beim Musikmachen kann ich manchmal die Zeit vergessen, und auch das ist ein besonderes Erlebnis. Ohne den Sport, ohne die Kultur würde mir viel fehlen.«

Enrico Valentini
»Kultur ist ein großer Bestandteil unseres Lebens. Am Beispiel meiner Schwester, die Musical-Darstellerin ist, sehe ich deutlich, wie es den Menschen fehlt, die diese Leidenschaft leben und die uns diese Freude schenken. Ich hoffe daher sehr, dass bald wieder ohne Einschränkungen Konzerte gespielt, Theater besucht werden können – uns als Besuchern fehlt es nämlich auch.«

Inga Humpe und Tommi Eckart (2RAUMWOHNUNG)
»Kultur bedeuted Gemeinschaft. Musik bringt Menschen zueinander. Wir finden das wichtiger denn je: Wenn Kultur nicht lebensnotwendig wäre, hätte man sie schon längst wegrationalisiert. Trotzdem muß Kultur geschützt werden und gestärkt werden. Kultur ist Leben und Liebe, Kommunikation und Freiheit. Long live Kultur!«
Foto: © Julija Goyd

Benedikt Stampa
»Alle möglichen Themen wurden im Bundestagswahlkampf 2021 behandelt, nur nicht die Kultur. Ein Déjà-vu? Erst vor einem Jahr haben wir mit Sorge betrachtet, wie die Kultur in der Corona-Pandemie unter den Tisch aller Verhandlungen fiel. Und nun schon wieder? Es geht in den nächsten Jahren mehr denn je um die Frage: Wie wollen wir zusammenleben angesichts riesiger Herausforderungen an die Menschheit. Und das Zusammenleben IST Kultur. Ich unterstütze daher die Initiative für die Kultur in Deutschland und möchte ein Teil der Stimme sein, die wir wiedererlangen müssen.«
